Der Ozean verzeiht keine Fehler. Für die Besatzung der Fregatte F 212 KARLSRUHE stand der Oktober 2007 daher ganz im Zeichen der operativen Perfektion. Nach einer längeren Phase der Instandhaltung hieß es für die Männer und Frauen an Bord wieder: "Leinen los, Klarschiff zum Gefecht." Was folgte, waren Wochen höchster Konzentration und körperlicher Anstrengung.

Im Fokus der Übungen standen komplexe Szenarien, die die Crew sowohl physisch als auch mental forderten. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Bordhubschraubern vom Typ Sea Lynx bildete einen Schwerpunkt der Manöver.

Einsatzstatistik Oktober

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Intensität des Ausbildungsprogramms.

48 Flugstunden
12 Feuerschutzübungen
100% Einsatzbereitschaft

Luftverteidigung und Schadensabwehr

Ein Kriegsschiff muss jederzeit in der Lage sein, sich gegen Bedrohungen aus der Luft zu verteidigen. Die Operationszentrale (OPZ) der KARLSRUHE lief auf Hochtouren, als simulierte Luftangriffe abgewehrt werden mussten. Die Koordination zwischen den Sensoren, der Feuerleitung und der Brücke funktionierte dabei reibungslos – ein Beweis für den hohen Ausbildungsstand der Besatzung.

Parallel dazu wurde im Schiffsinneren der "Ernstfall" geprobt: Feuer im Maschinenraum und Wassereinbruch. Die Schadensabwehrtrupps (Leckabwehr) mussten unter Atemschutz vorrücken, Lecks abdichten und Brände bekämpfen. Diese Drills sind lebenswichtig und gehören zum harten Alltag an Bord. "Jeder Handgriff muss sitzen, wenn es dunkel und heiß wird", erklärt ein Abschnittsleiter.

"Die Besatzung hat in diesem Monat gezeigt, dass sie auch unter Stressbedingungen als ein Uhrwerk funktioniert."
– FKpt. Hans-Joachim Kuhfahl

Mit den erfolgreich absolvierten Übungen ist die F 212 KARLSRUHE bestens gerüstet für kommende Aufgaben und internationale Einsätze im Verband der Deutschen Marine. Der Blick geht nun nach vorne auf die kommenden Seefahrtsabschnitte.